Wenn Menschen mit Demenz schimpfen, schreien oder abwehrend reagieren, ist das für Angehörige sehr belastend — besonders dann, wenn solche Reaktionen früher nie Teil der Beziehung waren. Dazu kommen Unruhe, plötzliches Losgehen und Nächte, in denen niemand zur Ruhe kommt.
Hinter all dem steckt fast nie böse Absicht, sondern Überforderung, Angst oder das Gefühl, die Situation nicht mehr zu verstehen. Dieser Kurs zeigt Ihnen, wie Sie diese Botschaft lesen, wie Sie im Moment reagieren, wie Sie vorbeugen — und wann ärztliche Hilfe dazugehört.
Was Sie lernen
- Sie deuten herausforderndes Verhalten als Ausdruck von Überforderung statt als Absicht.
- Sie kennen die typischen Auslöser und wissen, dass sie sich im Verlauf verändern.
- Sie halten Situationen so fest, dass ein Muster sichtbar wird.
- Sie deeskalieren in fünf Schritten, ohne zu argumentieren.
- Sie greifen das Bedürfnis hinter „Ich will nach Hause“ auf, statt zu korrigieren.
- Sie beugen der Hinlauftendenz vor und wissen, was im Notfall zählt.
- Sie erkennen Sundowning und gestalten Abend und Nacht ruhiger.
- Sie bauen einen Tagesablauf, der Sicherheit gibt und Selbstständigkeit erhält.
- Sie erkennen, wann Verhalten ärztlich abzuklären ist.
- Sie schützen sich selbst und holen Hilfe, bevor es eskaliert.
Für wen ist der Kurs?
Dieser Kurs geht tiefer als die Einstiegskurse des Demenz-Kompass und braucht etwas mehr Zeit. Er richtet sich an alle, die bereits mitten in der Begleitung stehen und für schwierige Situationen konkrete Handlungsmöglichkeiten suchen.

