Demenz vorbeugenModul 2: Kopf, Sinne und MiteinanderLektion 6
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Lernziel: Sie kennen Hören, Sehen, Schlaf und Sturzschutz als weitere Bausteine — und haben Ihre persönliche Checkliste.

Sinne schützen und gut schlafen

Zum Schluss ein paar Bausteine, die oft übersehen werden — dabei sind gerade sie leicht umzusetzen und wirkungsvoll.

iOft übersehen, aber wichtig
  • Gut hören: Ein unbehandelter Hörverlust zählt zu den wichtigsten Risikofaktoren. Lassen Sie das Gehör prüfen und tragen Sie bei Bedarf ein Hörgerät — das entlastet das Gehirn und hält Sie im Gespräch.
  • Gut sehen: Auch schlechtes Sehen erhöht das Risiko. Eine Brille oder eine Operation des Grauen Stars hilft, aktiv und orientiert zu bleiben.
  • Gut schlafen: Erholsamer Schlaf tut dem Gehirn gut. Anhaltende Schlafprobleme sollten Sie abklären lassen.
  • Maßvoll mit Alkohol: Viel Alkohol schadet dem Gehirn — weniger ist besser.
  • Kopf schützen: Schwere Kopfverletzungen erhöhen das Risiko. Beugen Sie Stürzen vor und tragen Sie beim Radfahren einen Helm.
Ihre Checkliste fürs Gehirn — alles aus diesem Kurs auf einen Blick.
Die Checkliste als Text
  • Herz-Werte im Blick — Blutdruck, Blutzucker, Cholesterin; nicht rauchen.
  • Regelmäßig bewegen — rund 150 Minuten pro Woche, Alltag zählt.
  • Gehirngesund essen — viel Pflanzliches, Olivenöl, Fisch; genug trinken.
  • Geistig & sozial aktiv — Neues lernen, Kontakte pflegen, Stimmung ernst nehmen.
  • Hören & Sehen prüfen — Hörgerät und Brille nutzen.
  • Gut schlafen, wenig Alkohol, Kopf schützen.
📋Werners Hörgerät

Werner versteht in Runden immer weniger und zieht sich zurück. Ein Hörgerät lehnt er ab: „Ich bin doch nicht taub, so ein Ding macht mich alt." Die Schublade mit dem verordneten Gerät bleibt zu.

Wie wichtig ist das Hörgerät wirklich?

Übung

Welche Rolle spielt Werners unbehandelter Hörverlust?

Kerstin Bergmann, Demenznetz
Fachliche Einordnung · Frau Bergmann

Werner, ich verstehe die Scheu — aber moderne Hörgeräte sind winzig und unauffällig, und „alt" macht viel eher, sich aus Gesprächen zurückzuziehen. Gutes Hören hält Sie mittendrin und entlastet Ihr Gehirn spürbar. Geben Sie dem Gerät ein paar Wochen. Und damit sind wir am Ende des Kurses: Sie haben jetzt Ihre persönliche Checkliste fürs Gehirn. Sie müssen nicht alles auf einmal umsetzen — suchen Sie sich einen Baustein aus und fangen Sie heute damit an. Für Ihr Gehirn ist es nie zu spät. Und wenn Sie Fragen haben oder Angebote vor Ort suchen, ist das Demenznetz für Sie da. Danke, dass Sie dabei waren.

Zusammenfassung
  • Unbehandelter Hörverlust ist ein wichtiger Risikofaktor — Hörgerät nutzen.
  • Gutes Sehen, erholsamer Schlaf und maßvoller Alkohol zählen ebenso.
  • Kopf schützen: Stürzen vorbeugen, beim Radfahren Helm tragen.
  • Suchen Sie sich einen Baustein aus und beginnen Sie heute.

Wissenscheck

Ein unbehandelter Hörverlust gehört zu den wichtigsten beeinflussbaren Risikofaktoren.