Was jetzt hilft
Stand geprüft: 08/2026
Werner fragt Frau Bergmann: „Gibt es denn nun eine Behandlung — oder nicht?" Die ehrliche Antwort: Eine Heilung gibt es nicht. Aber es gibt viel, was hilft, gut zu leben und den Verlauf zu mildern. Die Behandlung ruht auf mehreren Bausteinen.
Die Behandlungs-Bausteine als Text
- Fundament: nicht-medikamentöse Hilfen. Bewegung, geistige und soziale Anregung, Musik, Ergotherapie, feste Tagesstruktur, vertraute Gewohnheiten — und die Beratung und Entlastung der Angehörigen. Das wirkt am stärksten auf die Lebensqualität.
- Bewährte Medikamente (Antidementiva). Acetylcholinesterase-Hemmer (Donepezil, Rivastigmin, Galantamin) bei leichter bis mittlerer, Memantin bei mittlerer bis schwerer Alzheimer-Demenz. Sie können Fähigkeiten eine Zeit lang stabilisieren — sie heilen nicht.
- Neue Wirkstoffe (Antikörper). Nur für einen kleinen Teil der Betroffenen — siehe Hinweis unten.
- Begleitende Behandlung. Depression, Schlafstörungen oder Unruhe werden gezielt mitbehandelt.
Seit 2025 sind in der EU und in Deutschland zwei neue Wirkstoffe verfügbar: Lecanemab (Leqembi) und Donanemab (Kisunla). Sie greifen die Amyloid-Ablagerungen im Gehirn an. Wichtig für eine realistische Einordnung:
- Sie sind keine Heilung — sie verlangsamen das Fortschreiten allenfalls um einige Monate.
- Sie kommen nur für wenige infrage: frühe Alzheimer-Demenz mit nachgewiesenen Amyloid-Ablagerungen und strengen Voraussetzungen.
- Sie erfordern regelmäßige MRT-Kontrollen, weil ernste Nebenwirkungen wie Hirnschwellungen oder Mikroblutungen auftreten können.
- Ob der Nutzen den Aufwand wiegt, wird fachlich kontrovers diskutiert. Ob sie infrage kommen, entscheidet die Fachärztin oder der Facharzt individuell.
Kein Wundermittel — aber ein Gespräch mit der Fachärztin wert, wenn Gisela früh und passend ist.
