Wenn zu Hause allein nicht mehr reicht
Es kann einen Punkt geben, an dem die Kräfte oder die Sicherheit nicht mehr ausreichen. Das früh zu erkennen ist wichtig — nicht um aufzugeben, sondern um rechtzeitig gut nachzusteuern.
- Sicherheit: häufige Stürze, nächtliches Umherlaufen, die Wohnung verlassen und den Rückweg nicht finden, Herd oder Wasser vergessen.
- Versorgung: Mahlzeiten oder Medikamente werden vergessen, Körperpflege gelingt nicht mehr.
- Überlastung der Angehörigen: ständige Erschöpfung, keine Nächte mehr durchschlafen, eigene Gesundheit leidet.
Bevor ein Umzug ansteht, gibt es viele Zwischenschritte, um länger zu Hause zu bleiben:
- Ambulanter Pflegedienst — mehr Einsätze, auch mehrmals täglich.
- Tagespflege — Betreuung tagsüber, Entlastung für die Angehörigen.
- Alltagsbegleitung & Betreuungsgruppen — über den Entlastungsbetrag.
- Betreuungskräfte im Haushalt — z. B. eine stundenweise oder rund um die Uhr wohnende Kraft. Wichtig: nur über seriöse, legale Vermittlung und mit Beratung — hier gibt es rechtliche Fallstricke.
Erst wenn diese Bausteine nicht mehr reichen, wird eine andere Wohnform zum Thema — darum geht es im nächsten Modul.
