Glossar
Die Fachbegriffe aus diesem Kurs, kurz und ohne Fachsprache erklärt.
Ein einfaches Blatt mit vier Spalten — Wann, Was war davor, Was geschah, Was half. Nach zwei Wochen werden daraus Muster sichtbar, die im Alltag untergehen.
Das gezielte Herunterfahren einer aufgeladenen Situation. In fünf Schritten: Sicherheit herstellen, selbst ruhiger werden, Auslöser wegnehmen, Gefühl anerkennen, Aufmerksamkeit umlenken.
Ein akuter Verwirrtheitszustand, der sich innerhalb von Stunden bis Tagen entwickelt. Häufig durch Infekte, Medikamente, Schmerzen oder Flüssigkeitsmangel ausgelöst. Behandelbar, aber ein Grund, zeitnah ärztliche Hilfe zu holen.
Jede Maßnahme, die einen Menschen daran hindert, seinen Aufenthaltsort zu verlassen — etwa Einsperren oder Bettgitter. Rechtlich an enge Voraussetzungen gebunden; vor jeder Überlegung in diese Richtung sollte fachlicher Rat eingeholt werden.
Früher „Weglauftendenz“ genannt. Menschen mit Demenz laufen nicht weg, sondern hin: zu vertrauten Orten, Menschen und Erinnerungen. Etwa jede zweite bis dritte an Alzheimer erkrankte Person zeigt sie im Verlauf.
Sammelbegriff für Verhalten, das die Umgebung belastet — Schimpfen, Abwehr, Unruhe, Weglaufen. Der Begriff betont bewusst, dass das Verhalten für andere eine Herausforderung darstellt, statt es der erkrankten Person als Fehler zuzuschreiben.
Nach Tom Kitwood: Der Mensch mit Demenz bleibt eine Person mit Biografie, Gefühlen und Würde. Nicht das Defizit steht im Mittelpunkt, sondern der Mensch.
Eine Phase am frühen Abend, in der viele Menschen mit Demenz unruhiger, verwirrter oder ängstlicher werden. Wahrscheinlich wirken Dunkelheit, Erschöpfung und ein gestörter Tag-Nacht-Rhythmus zusammen.
Haltung im Umgang mit Menschen mit Demenz: Die Wirklichkeit der anderen Person wird anerkannt statt korrigiert. Gefühl benennen — nicht widersprechen — etwas anbieten.
Gegenstände, die ans Losgehen erinnern und es mit auslösen: Jacke, Schuhe, Schlüssel, Handtasche. Aus dem Blickfeld geräumt, verringern sie den Drang zum Aufbruch.