Die DiagnoseModul 1: Der Weg zur DiagnoseLektion 2
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Lernziel: Sie wissen, welche Ärztinnen und Ärzte eine Demenz abklären — und wie der Weg von der Hausarztpraxis zur Fachstelle verläuft.

Wer stellt die Diagnose?

Anja will es richtig angehen, weiß aber nicht, wohin zuerst. Frau Bergmann ordnet den Weg — er ist übersichtlicher, als viele denken.

iDer Weg in drei Stationen
  • 1. Die Hausärztin ist die erste Anlaufstelle. Sie kennt Gisela und ihre Vorgeschichte, führt ein erstes Gespräch, einfache Tests und Blutuntersuchungen durch und schließt andere Ursachen aus. Sie ist die Lotsin und überweist bei Bedarf weiter.
  • 2. Fachärztinnen und Fachärzte sichern die Diagnose. Das sind vor allem Neurologie und Psychiatrie (bei älteren Menschen oft die Gerontopsychiatrie). Sie führen genauere Tests und Untersuchungen durch.
  • 3. Gedächtnissprechstunden (Gedächtnisambulanzen) sind auf Demenz spezialisierte Stellen, oft an Kliniken. Sie sind besonders hilfreich bei unklaren Fällen, frühem Beginn oder wenn eine sehr genaue Abklärung gewünscht ist.

Man muss nicht alles allein finden: Die Hausärztin kennt die passenden Stellen in der Region und stellt die Überweisung aus. Wichtig: Nehmen Sie zu jedem Termin jemanden mit, der Gisela gut kennt — die Beobachtungen der Angehörigen (die sogenannte Fremdanamnese) sind für die Diagnose Gold wert.

Anlaufstellen in der Region

Welche Gedächtnissprechstunden, Fachpraxen und Beratungsstellen es im Landkreis Anhalt-Bitterfeld gibt, sammelt das Demenznetz Anhalt-Bitterfeld für Sie — kostenfrei und wohnortnah:

demenz-abi.de

📋Anjas erster Schritt

Anja überlegt, ob sie direkt einen Termin in einer Spezialklinik suchen oder erst zur Hausärztin gehen soll.

Wie entscheiden Sie? Wo beginnt der Weg zur Diagnose am sinnvollsten?

Übung

Wo beginnt der Weg zur Demenz-Diagnose in der Regel?

Kerstin Bergmann, Demenznetz
Fachliche Einordnung · Frau Bergmann

Fangen Sie bei der Hausärztin an — das spart Wege und Zeit. Bereiten Sie den Termin vor: Notieren Sie vorab konkrete Beispiele („Was ist wann aufgefallen?") und bringen Sie eine Liste aller Medikamente mit. Und gehen Sie zu zweit: Ihre Beobachtungen ergänzen das Bild, das Gisela allein nicht vollständig geben kann. Welche Fachstelle dann die richtige ist, klären wir gemeinsam über das Netzwerk.

Zusammenfassung
  • Die Hausärztin ist die erste Anlaufstelle und Lotsin.
  • Fachärzte (Neurologie, Gerontopsychiatrie) sichern die Diagnose.
  • Gedächtnissprechstunden sind spezialisierte Stellen für unklare Fälle.
  • Angehörige mitnehmen — die Fremdanamnese ist entscheidend.

Wissenscheck

Die Beobachtungen der Angehörigen (Fremdanamnese) sind für die Diagnose unwichtig.